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Die Tuberkulose ist eine vorwiegend die Lunge betreffende Infektionskrankheit, die den Menschen seit Jahrtausenden begleitet.

Bedingt durch die desolaten sozialen Verhältnisse in den rasch wachsenden Großstädten nahm die Tuberkulose ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts das Ausmaß einer Volksseuche an. Nach einer preußischen Statistik von 1880 war jeder zweite Todesfall in der Gruppe der 15- bis 40-Jährigen auf eine Tuberkulose zurückzuführen. In den folgenden Jahrzehnten nahmen dann durch Besserung der sozialen Verhältnisse, Vorsorge und medizinische Maßnahmen die Erkrankungszahlen stetig ab, allein unterbrochen durch die beiden Weltkriege. Aktuell ist die Tuberkulose in Deutschland wie allgemein in den Industrieländern selten geworden.

Im Kontrast dazu stehen die Zahlen in Afrika und Asien, teilweise auch in Südosteuropa. Weltweit wurden 2011 1,9 Mio. Tuberkulose-Todesfälle gemeldet.

Demnach wird verständlich, dass das Deutsche Tuberkulose-Archiv zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll das Wissen um die großen wissenschaftlichen, ärztlichen und sozialen Leistungen erhalten werden, die in Deutschland im Kampf gegen die inzwischen hierzulande fast vergessene Erkrankung erbracht wurden. Zum anderen werden die unter globalem Aspekt aktuellen Themen angesprochen – Resistenzentwicklung, HIV-Koinfektion, WHO-Programm.

Diese Anliegen dokumentiert die Bibliothek, deren Bestand an wissenschaftlichen Journalen und Aufklärungsschriften ständig erweitert wird.

Das Museum vermittelt die Heilstättenatmosphäre und präsentiert historische Bilder, Poster, Geräte sowie Instrumente, die die unterschiedlichen Behandlungsformen bis hin zur Chemotherapie veranschaulichen.
       
Das Deutsche Tuberkulose-Archiv an der Thoraxklinik Heidelberg | Röntgenstraße 1 | 69126 Heidelberg | www.tb-archiv.de