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Museum
 
Die Präsentation des Tuberkulose-Museums umfasst fünf Räume. Verschiedene Themen werden anhand von Postern, historischen Fotos, Grafiken und Plakaten, Moulagen, pathologisch-anatomischen Präparaten, radiologischen Aufnahmen sowie alten Schirmbild-Betrachtungsgeräten illustriert.
Spucknäpfe (darunter die „Ikone“ Blauer Heinrich), die „Stumme Schwester“ (ein nur vom Arzt ablesbares Fieberthermometer) oder auch ein originärer Freiluft-Liegestuhl aus der Heilstätte Falkenstein/Taunus geben Einblick in das Heilstättenwesen. Verschiedene Pneumothoraxgeräte, eine dazugehörige Kippliege und chirurgische Instrumente dienen zur Demonstration der sogenannten Kollapstherapie der Tuberkulose. Texttafeln und ausgelegte Bücher vertiefen das Gesehene.
Der Besuch des Museums ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Der Eintritt ist frei.

In den einzelnen Räumen werden folgende Themen dargestellt:


RAUM 1

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  • Epidemiologie der Tuberkulose (gestern; heute; Deutschland; global;
    HIV-Komorbidität; Resistenzentwicklung),
  • disponierende Faktoren (soziales Elend, Alkoholismus, HIV-Infektion),
  • Robert Koch und die Entdeckung des Tuberkelbakteriums,
  • extrapulmonale Tuberkulose (Gesichtshaut, Halslymphknoten, Darm) und Rindertuberkulose,
  • Wilhelm Conrad Röntgen und die Entdeckung der X-Strahlen,
  • Infektionswege (historische Abbildungen),
  • Symptome der Tuberkulose (historische Abbildungen),
  • Ausbreitung der Tuberkulose im Körper, verschiedene Formen der Lungentuberkulose.


RAUM 2

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  • Chirurgische Behandlungsmaßnahmen (Kollapstherapie – Pneumothorax; Thorakoplastik; extrapleurale Pneumolyse mit Plombeneinlage; perthorakale Kavernendrainage – Vorgehen, Ergebnisse, Komplikationen; Protagonisten),
  • extrapulmonale Tuberkulose (Skelett und Gelenk- sowie Wirbelsäulentuberkulose; Erscheinungsbild, Behandlung),
  • Heliotherapie (Grundlagen, Ergebnisse, Protagonisten),
  • Reiztherapie (Tuberkulin u.a.),
  • von der Heilstätte zum Tuberkulose-Krankenhaus,
  • Anfänge der präoperativen Lungenfunktionsprüfung.


RAUM 3

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  • Die Väter der Heilstättenbewegung: Hermann Brehmer und Peter Dettweiler; Konzept und Wirkung,
  • Heilstättenalltag (Hausordnungen, Tagesablauf, Speisepläne, Freiluftliegekur, Arbeitstherapie, Sport und Schule, Patientenberichte, Hygieneregeln),
  • deutsche Heilstätten (Bauweisen, Einrichtungen, Lage, Träger) unter besonderer Berücksichtigung der Metropolregion Rhein-Neckar,
  • die Tuberkulosefürsorge – Konzept und Wirkung,
  • Volksaufklärung (durch sogenannte Wandermuseen, Plakate, Schilder, Postwurfsendungen, Briefmarken),
  • die BCG-Impfung (Entwicklung, Ergebnisse; die Lübecker Impftragödie), neue Impfstrategien,
  • die antituberkulöse Chemotherapie (Medikamentenentwicklung der 40er und 50er Jahre; Domagk, Waksman u.a.),
  • Tuberkulose in der bildenden Kunst.


RAUM 4

  • Aspekte der Tuberkulose im Rhein-Neckar-Gebiet, vor allem in Mannheim, vom Ende des 19. Jh. bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg,
  • Präsentation von anatomischen Präparaten zur Pathologie der Tuberkulose.

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RAUM 5

  • Dieser Raum ist als Bibliotheksraum gestaltet. Er enthält 2.500 Monographien und Journale des rund 7.000 Bände umfassenden Tuberkulose-Archivs.
    Im Rahmen der Museumsführung können hier Patientenakten der Tuberkulose-Fürsorgestellen Dresden und München aus den Jahren 1920 bis 1955 eingesehen werden, die erschütternde Einblicke in Leid und Not der Erkrankten in der vorchemotherapeutischen Ära geben.

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Das Deutsche Tuberkulose-Archiv an der Thoraxklinik Heidelberg | Röntgenstraße 1 | 69126 Heidelberg | www.tb-archiv.de