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2012

Das Archiv konnte durch wertvolle Bücher und Materialien erweitert werden.


Der Literaturbestand ist auf über 7.000 Monographien und Periodika-Bände angewachsen.
Die gesamte private Bibliothek von Prof. Paul Steinbrück, dem ehemaligen Leiter des Klinikums Berlin-Buch, wurde übernommen. In den über 1.500 Monographien finden sich einige Perlen der Tuberkulose-Literatur, darunter Originalia von Brehmer, Klebs und v. Baumgarten. Zudem gibt der Bestand dieser Schenkung einen detailreichen Einblick in die Tuberkulosefürsorge der DDR.


Pathologisch-anatomische Präparate haben die Sammlung wesentlich ergänzt.
Aus dem Pathologischen Institut der Asklepios-Kliniken München-Gauting erhielten wir zahlreiche makroskopische Präparate, die die verschiedenen Formen der pulmonalen und extrapulmonalen Tuberkulose veranschaulichen. Die berufsbildende Bergiusschule in Frankfurt/Main überließ uns mehrere eindrucksvolle Präparate von Tiertuberkulosen.


Herr Dr. D. Elsner, Weinböhla, sandte uns einige Exemplare von Kunstfasergewebe
, das speziell zur Plombenherstellung im Rahmen einer extrapleuralen Pneumolyse verwendet wurde.


Im Rahmen von Forschungsaufträgen, Dissertationen und Diplomarbeiten wurden Literaturrecherchen durchgeführt, unter anderem für die RWTH Aachen sowie für die Universitäten Heidelberg und Wien.


Beim DGP-Kongress im März 2012
stellte das Deutsche Tuberkulose-Archiv eine Posterfolge mit dem Thema „Die Tuberkulose-Volksaufklärung von 1900 bis 1960“ vor.


Im Dezember 2012 wurde das Deutsche Tuberkulose-Archiv in den Verbund „Sammlungen und Museen der Universität Heidelberg“ aufgenommen.
Es ist vorgesehen, dass sich das Deutsche Tuberkulose-Archiv im Rahmen einer Ausstellungsreihe in der Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert.



2013

Für das Heidelberger Jahrbuch 2013 wurde auf Anfrage des Kulturamtes der Stadt Heidelberg ein Beitrag verfasst, in dem Archiv und Museum vorgestellt werden.


Beim DGP-Kongress im März 2013 in Hannover war das Deutsche Tuberkulose-Archiv mit einer Posterfolge zum Thema „Geschichte der konservativen Behandlung der Tuberkulose“ vertreten.


Die Privatbibliothek von Prof. Dr. Hasso Schwabe (Bonn) konnte übernommen werden. Sie umfasst insgesamt 500 Monographien, die ausschließlich das Forschungsgebiet Tuberkulose und verwandte Wissenschaftszweige betreffen. Hervorzuheben ist eine Biographie Dettweilers, verfasst von seinem Sohn, sowie historische englischsprachige Literatur zur Tuberkulose in Ozeanien.


Im Rahmen wissenschaftlicher Projekte wurden Literaturrecherchen durchgeführt, u.a. für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Für Antrittsvorlesungen und ärztliche Fortbildungsveranstaltungen nahmen wir Literaturrecherchen vor und übermittelten Bildmaterial.


Für die Präsentation des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) auf dem Kongress der ERS (European Respiratory Society) in Barcelona im September 2013 wurden Abbildungen zur Verfügung gestellt.


Im Oktober 2013 überließen wir dem Sender rbb TV (Brandenburg) Bildmaterial für eine Sendung zum Thema Tuberkulose.


In der November-Ausgabe 2013 des „Uni-Spiegel“ der Universität Heidelberg wurden Archiv und Museum vorgestellt. Der Artikel ist online unter www.uni-heidelberg.de/unispiegel/tb-museum.html abzurufen.

 

2014

Wir erhielten ein Konvolut von Büchern und Alben aus dem Nachlass des orthopädischen Chirurgen Dr. Erich Rüscher, ehemals Leiter der Kinderheilstätte Heuberg. Die Fotografien aus den 20er bis 40er Jahren stellen eine einmalige Dokumentation des Krankheitsbildes Knochentuberkulose dar.


Das Archiv übernahm die Fachberatung zur Gestaltung des Romans „Schwarzwalddavos“ von Gottfried Zurbrügg, eine Hommage an den Tuberkulosearzt und Gründer der Heilstätte Nordrach-Kolonie, Dr. Otto Walther.


Bei der Gestaltung einer neuen Dauerausstellung im Coudrayhaus in Bad Berka leisteten wir fachliche Unterstützung . Es wurden historische Röntgenaufnahmen und thoraxchirurgische Instrumente als Leihgaben zur Verfügung gestellt, fachspezifische Texte verfasst und fotografische Vorlagen für Kopien alter Medikamentenpackungen angefertigt. Die Ausstellung wurde im September 2014 eröffnet.


Für den neuen epidemiologischen „Gesundheitsbericht Tuberkulose“ der Region Hannover stellten wir Bildmaterial zur Verfügung.


Beim DGP-Kongress im März 2014 in Bremen stellten wir eine Posterfolge zum Thema „Die Tuberkulose der Kinder und Jugendlichen“ vor. Aus dem Bestand konnten radiologische Aufnahmen von heute kaum noch gesehenen Hilusdrüsentuberkulosen und Epituberkulosen sowie deren Verläufen gezeigt werden.


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Im Rahmen der Reihe „Sammlung des Monats“ präsentierte sich das Archiv im April 2014 in zwei Vitrinen im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Heidelberg. Gezeigt wurden Objekte, die die Historie der Tuberkulose in Deutschland illustrieren.


Im Mai 2014 erschien ein Bericht über das Museum in einer Sonderausgabe der Zeitschrift „RÖKO“ zum 95. Deutschen Röntgenkongress in Hamburg.


Bei der Jahresmitgliederversammlung im November 2014 fanden Neuwahlen statt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Volker Schulz gewählt. Der langjährige 1. Vorsitzende und Gründer des Tuberkulose-Archivs, Herr Dr. Robert Kropp, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

2015

Aus dem Gesundheitsamt Pirmasens gingen dem Archiv umfangreiche Unterlagen zur BCG-Impfung in den 1950er Jahren zu.


Aus dem Nachlass des ehemaligen ärztlichen Leiters der Heilstätte Carolagrün, Dr. Heinz Schaefer,
konnten Dokumente übernommen werden.


Für einen Zeitungsartikel über Röntgen-Reihenuntersuchungen der 1950er Jahre lieferte das Archiv Bildmaterial.


Wir erhielten Dokumente aus dem Nachlass des Medizinalrats Dr. Ulrich Lange-Hermstädt, der u.a. das Tuberkulose-Wandermuseum des Badischen Landestuberkuloseausschusses zusammenstellte.


Eine Studentengruppe der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Department Gesundheitswissenschaften wurde bei der Erstellung einer Abschlussarbeit unterstützt.


Im Zusammenhang mit Dissertationen und wissenschaftlichen Vorträgen führte das Archiv Literaturrecherchen durch und stellte Bildmaterial zur Verfügung, unter anderem für die Universität Heidelberg und die Fachhochschule Lübeck.


Wir bearbeiteten eine Anfrage aus dem Tuberkulose-Labor der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen/Dresden (Lehrtafel-Serie des Deutschen Hygiene-Museums Dresden zur Tuberkulose-Aufklärung).


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Zum Welttuberkulosetag 2015 wurde in Kooperation mit dem Kurpfälzischen Museum Heidelberg ein Zeitungsbericht über die badische Herzogin Auguste Wilhelmine veranlasst, deren Bildnis im Museum zu sehen ist. Sie starb 1796 im Rohrbacher Schlösschen (heute Standort des Archivs) an Tuberkulose.


Beim DGP-Kongress 2015 in Berlin zeigte das Archiv eine Posterfolge zum Thema „Extrapulmonale Tuberkulosen“.


Auch auf weiteren Kongressen und Symposien, die vornehmlich von Mitarbeitern des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besucht wurden, waren wir mit Posterfolgen aus unserem Bestand vertreten. Da wiederholt Interesse am Erwerb von Postern geäußert wurde, haben wir einen Präsentationsordner im A3-Format zusammengestellt, der fortlaufend ergänzt und bei künftigen Veranstaltungen zur Auswahl ausgelegt werden soll.


Ende November 2015 erschien unter dem Titel „Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ ein zweibändiger Führer durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. In Band 2 / Süddeutschland wird auch das Deutsche Tuberkulose-Archiv ausführlich vorgestellt.

 

 

 

 


2016

In der Rundfunkreihe „Museumsführer“ brachte der SWR2 im Januar einen ausführlichen Bericht über das Tuberkulosemuseum.


Beim DGP-Kongress in Leipzig war das Archiv mit einer Posterserie zum Thema „Differentialdiagnose der Tuberkulose“ vertreten. Die Poster wurden auch bei mehreren Fortbildungsveranstaltungen gezeigt.
Von den bisher erschienenen Posterserien 1-7 wurden auf Anfrage zahlreiche Poster – oder Abbildungen aus den Postern – für Unterrichtszwecke versandt.


An der Ausstellung „Tod und Amüsement – Thomas Mann: Der Zauberberg“ (März - Juni 2016 im Literaturhaus München) waren wir mit Bildmaterial, Objekten und Beratung beteiligt.


Für eine Sendung des ZDF zum Welttuberkulosetag am 24. März übermittelten wir historische Abbildungen aus unserem Bestand.


Für die Sommer-Ausgabe der Patientenzeitschrift „Luftpost“ verfassten wir einen mehrseitigen Artikel über das Archiv und das Tuberkulosemuseum.


Aus dem Nachlass einer Patientin der Heilstätte Agra gingen uns wertvolle Memorabilia zu (u.a. handschriftliche Chefarztbriefe und Patientenzeitschriften der 1940er Jahre).


Bücher und weitere Literatur aus dem Gesundheitsamt Wiesbaden konnten in das Archiv eingegliedert werden, außerdem aufschlussreiche Patientenakten der 1940er/50er Jahre aus dem Gesundheitsamt Hohenlohekreis.


Für die Ausstellung „200 Jahre Thierarzneykunst in Jena“ im Phyletischen Museum Jena (Sept. 2016 - April 2017) stellten wir Literatur und Objekte zur Verfügung.

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Foto: Universitätsklinikum Heidelberg


In der Zeitschrift „Pneumologie“ veröffentlichten wir im Oktober einen Beitrag zum 20-jährigen Jubiläum des Deutschen Tuberkulose-Archivs, das 1996 in Fulda von dem Lungenfacharzt Dr. Robert Kropp gegründet wurde und seit 2011 im Rohrbacher Schlösschen an der Thoraxklinik Heidelberg ansässig ist.


Im Rahmen der Festveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum wurde erstmals ein neues, spektakuläres Exponat öffentlich vorgestellt: ein jungsteinzeitliches Wirbelsäulen-Skelett mit tuberkulöser Wirbelkaries, dessen Alter auf 6199-5937 Jahre bestimmt werden konnte. Ein großer Dank gebührt dem Kurpfälzischen Museum Heidelberg, von dem wir dieses bedeutende Exponat als Dauerleihgabe übernehmen durften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




2017

Mit Bezug auf das neu übernommene Exponat wurde für die diesjährige Posterserie das Thema „Knochen- und Gelenktuberkulose“ ausgewählt. Die Poster wurden beim DGP-Kongress in Stuttgart vorgestellt. Zudem war das Archiv bei Veranstaltungen in Düsseldorf (Akademie ÖGHW), Ulm (Kongress Krankenhaushygiene), Dresden (DGPI-Kongress) und München (ÖGD-Kongress) jeweils mit einem Stand vertreten - in München überdies mit einem Einzelposter, das einen Sonderpreis erhielt.

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© Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg (Foto: Ernst Gottmann)


Am Welttuberkulosetag
, dem 24. März, berichtete die Rhein Neckar Zeitung ausführlich über das Skelett, das bei Grabungen 1901-1904 innerhalb einer neolithischen Wohnsiedlung in Heidelberg freigelegt worden war. Wie die historische Aufnahme zeigt, wurde der Verstorbene offensichtlich wegen eines Buckels mit dem Oberkörper in Bauchlage und den Beinen in Seitenlage bestattet.


Für den Beitrag „Tuberkulose-Strümpfe“
(Dr. Robert Kropp) im „Historischen Kaleidoskop“: Pneumologie 2017; 71; 164-165 stellten wir Bild- und Textmaterial zur Verfügung.


An der Neuauflage des Handbuchs „Tuberkulose als Berufskrankheit“
(Hrsg. Nienhaus, Brandenburg, Teschler, 4. Auflage, ecomed Verlag 2017) beteiligte sich das Archiv mit drei Beiträgen: „Die Tuberkulose als Berufskrankheit – ein historischer Abriss“ (Kropp, Heuer, Nienhaus, Loytved); „Die Tuberkulose im Spiegel der darstellenden Kunst, Literatur und Musik“ (Ebert); „Das Deutsche Tuberkulose-Archiv und Museum“ (Schulz).


Im „Klinikticker“
, der Mitarbeitendenzeitschrift des Universitätsklinikums Heidelberg, wurde das Tuberkulosemuseum in einem zweiseitigen Artikel präsentiert. Eine erweiterte Version mit umfangreicher Bildergalerie und informativen Texten kann online abgerufen werden.


Die Mitarbeit in der Sammlungsinitiative
wird fortgesetzt. Die 2014 begründete Präsentationsreihe „Sammlung des Monats“ wird 2018 unter Beteiligung des Tuberkulose-Archivs in der Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Neuenheimer Feld wieder aufgenommen.


Zum Jahresende 2017
legte Prof. Dr. Volker Schulz nach langjähriger Tätigkeit im Vorstand des Deutschen Tuberkulose-Archivs das Amt des 1. Vorsitzenden nieder. Im November 2017 wurden Herr Dr. Matthias Wiebel als 1. Vorsitzender und Frau Dr. Oswinde Bock-Hensley als 2. Vorsitzende gewählt. Sie führen die ehrenamtliche Arbeit ab 2018 weiter.
       
Das Deutsche Tuberkulose-Archiv an der Thoraxklinik Heidelberg | Röntgenstraße 1 | 69126 Heidelberg | www.tb-archiv.de